Das auf der ISC in Frankfurt bekannt gegebene Ranking der weltweit leistungsstärksten Supercomputer bestätigt den bereits im November auf der SC‘15 in den USA unübersehbaren Trend: Nicht nur die beiden schnellsten Supercomputer stehen derzeit in China, das Land liegt insgesamt in der TOP500-Liste mit 167 Systemen und 211 PetaFlops erstmals vor den USA. Der Spitzenreiter „Sunway TaihuLight“ am National Supercomputing Center in Wuxi ist mit 93 PetaFlops im Linpack-Benchmark dreimal so schnell wie sein Vorgänger „Tianhe-2“ vom National Supercomputing Center in Guangzhou. Mit einem Verbrauch von 15,3 MW liegt das neue System ebenfalls vorn und setzt mit über 6 GigaFlops/Watt zudem auf hohe Energieeffizienz. Ein weiteres Highlight ist, dass die zu Grunde liegenden RISC-Prozessoren SW26010 der Firma ShenWei mit 260 Kernen in China entwickelt wurden. Auch wenn die USA unter den Top 10 am stärksten vertreten sind, hat die Regierung bereits Mitte des letzten Jahres mit einer National Strategic Computing Initiative reagiert, um die technologische Entwicklung und Konkurrenzfähigkeit des amerikanischen HPC zu stärken. Der Anteil der europäischen Systeme ist leicht zurückgegangen. Deutschland, England und Frankreich sind die Länder mit den meisten Systemen, wobei das GCS mit einer Rechenleistung von in Summe mehr als 20 PetaFlops über die leistungsfähigste Systeminfrastruktur verfügt. Das HLRS-System Hazel Hen verteidigte mit Rang 9 eine Platzierung unter den Top 10. Weitere Informationen: http://top500.org .