Auf der ISC 2026 in Hamburg wurde die 67. TOP500-Liste der leistungsstärksten Computer veröffentlicht. Erstmals seit 2017 führt wieder ein System aus China das Ranking an: Der am National Supercomputing Centre in Shenzhen installierte Supercomputer LineShine erreichte mit 13.789.400 LX-2-CPU-Kernen eine Linpack-Leistung von 2,198 ExaFlop/s und verdrängt damit das US-System El Capitan (1,809 ExaFlop/s). Das auf der LingKun-Technologie basierende System erreichte im Linpack-Benchmark 80 % seiner theoretischen Spitzenleistung bei einer Leistungsaufnahme von 42 MW. Das schnellste europäische System ist weiterhin JUPITER vom FZJ auf Platz 5 mit 1 ExaFlop/s. Insgesamt zählt die neue Liste 44 neue Systeme aus 21 Ländern. Die installierte Gesamtleistung der TOP500-Systeme stieg gegenüber der vorherigen Liste um rund 23 % auf 27,1 ExaFlop/s. Deutschland ist mit 41 Systemen in der Liste vertreten. Neu hinzugekommen sind Helma CPU am NHR@FAU (Platz 272) mit einer Leistung von 8,3 PetaFlop/s sowie die GPU-Partition von Lido 4 an der TU Dortmund (Platz 418) mit einer Leistung von 4,6 PetaFlop/s. Während es an der Spitze der Green500 keine Veränderungen gab – Levante GPU Extension vom DKRZ belegt weiterhin Platz 3 – verbessert der LX-2-Prozessor bei CPU-basierten Systemen den Wert für die Energieeffizienz auf 52 GigaFlop/s / Watt. Bei der IO500-Liste übernimmt das chinesische Unternehmen Sugon mit seinem Speichersystem ParaStor F9000 den Spitzenplatz. Weitere Informationen: top500.org und io500.org .