Als drittgrößte Industriebranche Deutschlands ist die Prozessindustrie Impulsgeber für viele Wirtschaftszweige und steht mit ihren Produkten meist am Anfang der Wertschöpfungskette. Immer kürzere Produktlebenszyklen und neue Anforderungen an Nachhaltigkeit bilden ein Spannungsfeld, in dem die etablierten Engineering-Methoden an ihre Grenzen stoßen und die Anreicherung und Ergänzung mit Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) sinnvoll erscheint. Seit April 2020 widmen sich 20 Industrie- und Wissenschaftseinrichtungen dieser Herausforderung auf der vom BMWi geförderten Plattform KEEN. Ziel von KEEN ist es auf breiter Basis den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert von KI-Technologien und -Methoden herauszuarbeiten und in der Prozessindustrie einzuführen. Dies erfolgt in drei Säulen: 1) Modellierung von Prozessen, Produkteigenschaften und Anlagen, 2) Engineering komplexer Systeme und 3) selbstoptimierende Anlagen. Koordiniert wird KEEN von Prof. Leon Urbas, Professur für Prozessleittechnik & Arbeitsgruppe Systemverfahrenstechnik der TU Dresden (TUD). Das ZIH der TUD unterstützt als Rechenzentrumspartner sowie im Rahmen des KI-Kompetenzzentrums ScaDS.AI. Weitere Informationen: keen-plattform.de/