Über Zentrum für nationales Hochleistungsrechnen Erlangen (NHR@FAU)
Zum 1. Januar 2021 wurde das Zentrum für nationales Hochleistungsrechnen Erlangen (NHR@FAU) aus dem Regionalen Rechenzentrum Erlangen (RRZE) heraus eingerichtet. Es bildet zusammen mit acht weiteren Zentren den Verbund für Nationales Hochleistungsrechnen (NHR). Mit dem NHR@FAU wurde ein Hotspot des wissenschaftlichen Rechnens in Nordbayern etabliert und damit auch die Rahmenbedingungen zur Stärkung des gesamten Freistaats als Spitzenstandort für Hochleistungsrechnen ausgebaut. Neben der Investition in neue Hardware, deren Nutzung Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der FAU und in ganz Deutschland interessante neue Möglichkeiten eröffnet, wird gleichzeitig ein interdisziplinäres Team aufgebaut, das den Betrieb und die Nutzung des Rechners effizient unterstützen wird. Die FAU ist Mitglied im NHR-Verein. Die Geschäftsstelle Nord des „Kompetenznetzwerk für Wissenschaftliches Höchstleistungsrechnen in Bayern“ (KONWIHR) ist inzwischen ebenfalls am NHR@FAU angesiedelt. Die FAU bringt in den nationalen Verbund insbesondere ihre etablierten und international anerkannten Kompetenzen bei komplexen Simulationen von Atomen und Molekülen, der hardwareeffizienten, parallelen Programmierung sowie ihre Expertise in der Aus- und Weiterbildung ein. Die fakultätsübergreifenden Aktivitäten in diesen Feldern sind an der FAU bereits im Rahmen des „Atomistic Structure Simulation Lab “ sowie des „HPC Performance Lab “ gebündelt.
Regionales Rechenzentrum Erlangen (RRZE)
Als zentrale Einrichtung der FAU sorgt das RRZE für eine funktionierende IT-Infrastruktur und Verwaltungs-EDV. Es unterstützt im Rahmen des Regionalkonzepts Hochschulen und Universitäten in Nordbayern. Als Schnittstelle zwischen Forschung und Technik begreift sich das RRZE und NHR@FAU als Zentrum computertechnologischer Kompetenz in der Hochschullandschaft und als Partner der Wissenschaft.
HPC-Expertise
Entwicklung der LIKWID Performance Toolsuite
LIKWID („Like I Knew What I’m Doing“) ist eine benutzerfreundliche und zugleich leistungsstarke Suite von Kommandozeilen-Tools zur Performance-Analyse unter GNU/Linux. Während LIKWID anfangs nur x86-Prozessoren unterstützte, wurde es inzwischen auf ARM- (einschließlich Fujitsu A64FX) und POWER8/9-Architekturen sowie auf NVIDIA- und AMD-GPGPUs portiert. Einige der enthaltenen Tools sind sogar architekturunabhängig.
BayernKI für die Wissenschaft
Gemeinsam mit dem LRZ betreibt das NHR@FAU die zentrale Infrastruktur „BayernKI für die Wissenschaft“ für den Freistaat Bayern, um die akademische KI-Forschung voranzutreiben. Sie stellt hochmoderne KI-Systeme in nachhaltigen und energieeffizienten Umgebungen sowie umfassende Nutzerunterstützung und -schulungen bereit. BayernKI wird durch die HTA finanziert und steht Forschenden an bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften kostenlos zur Verfügung.
Sparse-Matrix-Vector-Algorithmen und GHOST-Library
Die Forschungsaktivitäten am RRZE reichen bis ins Jahr 2000 zurück und werden aktuell u.a. im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogrammes „SPPEXA“ im Projekt „ESSEX“ durchgeführt.

Zentrum für nationales Hochleistungsrechnen Erlangen (NHR@FAU)