Das Elementarteilchen Myon beschäftigt die Teilchenphysik seit mehr als 20 Jahren. Grund dafür ist eine kleine, aber hartnäckige Diskrepanz zwischen theoretischen Vorhersagen und hochpräzisen Messungen seines magnetischen Verhaltens. Dies ist ein Hinweis auf die mögliche Existenz einer neuen Physik jenseits des Standardmodells der Teilchenphysik. Ein internationales Forschungsteam hat die magnetischen Eigenschaften des Myons nun mit bislang unerreichter Genauigkeit berechnet, unter anderem auf dem Exascale-Rechner JUPITER des JSC. Dafür kombinierten die Forschenden in einem hybriden Ansatz modernste Gitter-Quantenchromodynamik-Simulationen mit sorgfältig ausgewählten experimentellen Daten aus Elektron-Positron-Kollisionen über verschiedene Energiebereiche hinweg. Die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass sich das Verhalten des Myons auf 11 Nachkommastellen genau im Rahmen des Standardmodells beschreiben lässt – ohne Hinweise auf bisher unbekannte physikalische Phänomene. Weitere Informationen: go.fzj.de/myon .