Bei der Reduktion von CO2-Emissionen im Automobilbau unter gleichzeitiger Verbesserung der Crashsicherheit spielen Hochleistungsstähle eine bedeutende Rolle. Die Eigenschaften moderner Hochleistungsstähle mit einer höheren Festigkeit und einer besseren Duktilität in Kombination mit einem geringeren Gewicht werden durch das komplexe Zusammenspiel der einzelnen Komponenten auf der Mikroskala bestimmt. Das Materialverhalten für realistische und anspruchsvolle Ingenieuranwendungen auf mehreren Skalen in 3D zu simulieren, erfordert eine Rechnerkapazität, wie sie erst durch Exascale-Computer zur Verfügung stehen wird. Die entsprechenden Algorithmen müssen speziell für den effizienten Einsatz auf den zu erwartenden, zukünftigen Hardwarekonfigurationen entworfen werden. Dazu soll ein direkter Multiskalenansatz mit neuen hocheffizienten, parallelen Löseralgorithmen (Gebietszerlegung, Mehrgitter) kombiniert werden. Ein umfassender Performance-Engineering-Ansatz soll eine systematische Optimierung und Parallelisierung über alle Softwareebenen sicherstellen. Im Konsortium EXASTEEL im DFG-Schwerpunktprogramm SPPEXA haben sich Arbeitsgruppen aus den Bereichen Mechanik (J. Schröder, D. Balzani, Universität Duisburg-Essen), Numerische Mathematik / Wissenschaftliches Rechnen (A. Klawonn, Universität zu Köln; O. Rheinbach, TU Freiberg) und Informatik (G. Wellein, Universität Erlangen-Nürnberg) zusammengefunden, um in sechs Projektjahren solche Algorithmen und eine entsprechende Softwareumgebung zu entwickeln. Weitere Informationen: http://www.mi.uni-koeln.de/numerik/de/left/research/exasteel/